Hammerklang und Funkensprühen

Raffiniertes Design, höchste Ansprüche, kompromisslose Qualität – die aufwendigen Details in der typischen RALF SCHMITZ
Architektur treibt so manchem Meisterschmied im wahrsten Sinne des Wortes den Schweiß auf die Stirn.

 

Reizvolle Komponente: Raumhohe Türen verleihen dem minimalistischen Interieur einen aparten Charakter. Es bedarf wahrlich meisterhafter Metallverarbeitung, um Schweres so leicht aussehen zu lassen.

Schmal müssen sie sein, am besten raumhoch und darüber hinaus sollen sie das wuchtige Glas fassen können, das die weitläufigen Räumlichkeiten der Eigentumswohnungen zu lichtdurchfluteten Domizilen mitten in der Stadt werden lässt. Eben solche filigranen und eleganten Stahlprofile wie im Apartmenthaus LINIE72 stellen auch den erfahrensten Metallbauer vor eine Herausforderung. Für die Fertigung und das spätere Einsetzen der oft zentnerschweren Türen ist viel Kraft und Feingefühl gefragt – jene Zutaten, die diesen Beruf schon immer prägten.

Und um auch bei solchen Herausforderungen  das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, setzen nur Meisterbetriebe die anspruchsvollen Entwürfe von RALF SCHMITZ in metallene Kunstwerke um. Besonders den prunkvollen Fassadenelementen, Klingeltableaus und Geländern des noblen Stadtpalais EISENZAHN 1 ist die fundierte Erfahrung und detailverliebte Umsetzung anzusehen. Fein geschwungene Linien, schmuckvolle Ornamente und filigrane Schnörkel aus unverwüstlichem Stahl zieren das hell getünchte Gebäude unweit des Kurfürstendamms und lassen die sich dahinter verborgene, oft kräftezehrende Arbeit schnell vergessen. Allein für den Zaun entstanden über 100 Zierelemente von Hand!

Rechts: Das voluminöse Vordach von EISENZAHN 1, ein um 1900 typisches Bauteil, war für die Kunstschmiede eine echte Herausforderung: eine 3-D-Statik musste angewandt werden, um das aufwendige Schmuckstück zu fertigen. Links: Eine Tür wiegt mitsamt Glas um die 150 Kilo.
Hammer, Amboss, Zangen und der glimmernde Schmiedekoks – ein mittelterlicher Charme wohnt der Zunft auch in unserem hochtechnisierten Zeitalter nach wie vor inne.

Das Schmiedehandwerk zählt zu den ältesten Handwerken der Menschheit, und durch die Fähigkeit, notwendige Dinge mit Hilfe des Feuers zu erschaffen, genossen Schmiede in der Gesellschaft seit jeher eine besondere Stellung. Die Griechen ordneten ihm gar einen eigenen Gott zu. Ein Schmied schafft aus starrer Stofflichkeit etwas Schönes, und von dieser Transformation geht bis heute eine unweigerliche Faszination aus. Ein Großteil wird zwar gegenwärtig oft maschinell unterstützt, und viele Arbeiten lassen sich so leichter umsetzen, doch für das eine oder andere spezielle Fassadenelement oder Geländer ist nach wie vor die Arbeit von Menschenhand unersetzlich.

„Wir setzen auf Hand und Werk, auf Menschen und ihr Können und auf gewachsene Techniken“, sagt Ralf  Schmitz – treffender lässt sich die beeindruckende Arbeit dieser altgedienten Zunft wohl kaum beschreiben.