Spannende Fusion: Punkrock trifft auf Immobilienmarketing

Konzept zur Linienstraße72 ausgezeichnet mit ART DIRECTORS CLUB Award

 

Gekonnt setzt das Designkonzept von Rocket & Wink die Gegensätze von Berlin-Mitte in Szene: Den Puls von Berlin spürt man am besten in seiner Mitte. Nichts scheint unmöglich, wenn scharfe Kontraste aufeinandertreffen. Der Bezirk Mitte steht für Berlin als Stadt der Gegensätze: Besetzte-Häuser-Flair trifft auf Eigentum-Realität. Für die Umsetzung der Verkaufsbroschüre und die Entwicklung der CI-Gestaltung für den Neubau „Linienstraße72“ von RALF SCHMITZ gab es in 2019 vom renommierten Art Directors Club die Auszeichnung Silber und Begeisterung bei der Jury: „Der Immobilienmarkt bedient Kunden mit extrem hohen Informationsbedarf und Involvement vor einer Kaufentscheidung, die grafische Aufbereitung der Angebote dagegen ist meist lieblos und uninspiriert. Ganz anders hier: farblich sensibel, typografisch und grafisch mit Raffinesse und Feingespür, mit historischer Reminiszenz an alte Blaupausenpläne und insgesamt einer wunderschönen gemachten, extrem hochwertigen Paket Grafikdesign bis hin zur zweifarbigen Fadenbindung ein Ausdruck von Ästhetik und Wertigkeit. Beste Werbung für die Immobilie − und beste Werbung für mehr gutes Grafikdesign in diesem Bereich.“

Der Beweis also, dass Immobilienmarketing auch anspruchsvoll und kreativ sein kann. Wie geht man da heran?
5 Fragen an Designer Alex von Rocket & Wink:

Warum passt das Design perfekt zur Atmosphäre in Mitte und auch zu Ralf Schmitz?
Die Atmosphäre von Mitte speist sich aus dem Clash zwischen gestern, heute und morgen. Ein wenig Besetzer-Behelfsmäßigkeit hier und funktionales aus-wenig-viel-Machen dort haben das Viertel geprägt, ein krasser Gegensatz zum mondänen Chic der Gegenwart. Deswegen sollte unser Projekt auch ein Clash werden. Experimentierfreude war unser Designleitfaden, sehr viel ist spontan und aus einer Punk-Attitüde heraus entwickelt worden. Einfach, um den Kontrast zu Architektur zu
schaffen, die ja so wahnsinnig viel mit Struktur und Planung zu tun hat.

Gegen den Strom: Die Köpfe von Rocket&Wink wollen inkognito bleiben

Welcher Impuls führte zur Konzeptidee?
Mut. Schon die Entscheidung, ein derartiges Prestigeobjekt zu bauen, ist eine mutige, und das zieht sich dann idealerweise auch für uns durch den gesamten Projektverlauf, man nimmt den Mut mit und hofft, dass er einen unterwegs nicht verlässt. Denn Mut ist gut.

Die größte Herausforderung?
Die ideale Mischung von High Class und rockigem Mitte-Charakter hinzubekommen. Das Gefühl dafür entwickeln, dass man nicht etwas Unpassendem eine Verkleidung überwirft und es auf die falsche Party schickt. Hieß konkret für uns: Eine urbane Bildsprache finden und sie in dem von uns gewählten, an Magazine erinnernden Format zu voller Geltung kommen lassen. Oder noch konkreter ausgedrückt: Eine Fassade ist schnell errichtet. Dahinter eine stimmige Welt zu bauen, das ist der schwierige Teil.

 

Was gefällt dir persönlich besonders gut am Design?
Dass wir eine CI für ein Haus, das noch nicht existierte, entwickeln konnten. Es uns für die Zukunft im Geiste wohnlich einzurichten, indem wir in der Vergangenheit gestöbert haben. Für uns stand das Haus immer in allen Details schon an Ort und Stelle, und wir liefen hindurch. Insofern war es auch ein großer Vorteil, eine Hamburger Agentur zu sein, denn die Gefahr, dass uns die Realität störend in unser Wolkenschloss hereinspazierte, war praktisch nicht gegeben. Als Einheimischer schaut man ja viel nüchterner auf die Dinge, während wir touristisch staunend drauflosgearbeitet haben. Um so vielleicht das gewisse Extra zu liefern.

Ihr macht ja eher Punkrock: Warum passt ihr trotzdem zu RALF SCHMITZ?
Wie oben gesagt: Clash. Was übrigens auch ein guter Name für eine Punkband wäre. Man stelle sich mal vor, eine Punkband holt sich eine weitere Punkband auf die Bühne, das macht im Ergebnis keinen großen Unterschied. Wenn da allerdings ein Kammerorchester mitschraddelt, ist das Ergebnis künstlerisch befruchtend. Was letztlich unsere Zusammenarbeit auch perfekt umschreibt.

Exklusive Materialien und perfekte Verarbeitung charakterisieren das imposante Master-Bad in der Linie72

 

Für RALF SCHMITZ ist es das erste Neubauprojekt in dem Bezirk und so ist der höchste Anspruch auch hier gerade gut genug: Neue Orte wollen neue Formen! In der Linienstraße72 entsteht ein ungewöhnlich eleganter Bau von verständlicher und funktionaler Architektur, der zwar alle Zutaten einer Luxusimmobilie besitzt, sich aber besonders durch moderne ästhetische Details abhebt. Ein außergewöhnlicher Bau nahezu maßgeschneidert auf Berlins einzigartige Mitte! Hier geht es zur Projektseite und weiteren Details.