Wilmersdorf – dezenter Luxus in urbaner Idylle

Südlich von Charlottenburg in der altehrwürdigen City-West beginnt der Schwesterbezirk Wilmersdorf direkt am weltberühmten Kurfürstendamm und zieht sich bis zum größten Waldgebiet der westlichen Hauptstadt, dem Grunewald.

Wilmersdorf gilt heute als der gemütliche Teil der westlichen City und steht schon lange nicht mehr nur für „bürgerlich“, „wohlhabend“ und „alt-konservativ“. Seit Jahren schätzt auch eine junge ambitionierte Klientel die ruhige aber weltstädtische Atmosphäre des Bezirks. Nicht nur Prominente, junge Politiker und bekannte Kulturschaffende entfliehen mit ihrem Nachwuchs den überlaufenen Szenebezirken. Alle zusammen bescheren der westlichen City das Gegenteil von rückständigem Stillstand – so ist und bleibt Wilmersdorf interessant und zukunftsfähig wie eh und je.

Denn purer Luxus verträgt sich hier mit urbanem Stadt- und Familienleben in einer attraktiven Infrastruktur, die nichts zu wünschen übriglässt.

Und im Grunde war es schon immer so: Schon im 19. Jahrhundert entwickelt sich Wilmersdorf mehr und mehr zur Heimat wohlhabender Geschäftsleute und anderer Teile des aufstrebenden Bürgertums. Bildung und Kultur wurden großgeschrieben und um die Jahrhundertwende waren in der damals noch eigenständigen Stadt auch zahlreiche Schauspieler, Literaten, Künstler und ihre Mäzene ansässig. Industrie gab es kaum. Es war der Inbegriff einer gemütlichen Wohnstadt. Fragen sie die Wilmersdorfer heute, so werden Sie nichts anderes zu hören bekommen. Genau diese interessante Mischung der Bevölkerung und die nie verloren gegangene Beschaulichkeit prägen das Quartier.

Eine Kampagne des Projektes ALEXANDER auf den Digitalanzeigen auf dem Kurfürstendamm

1920 wurden Wilmersdorf und Charlottenburg Teile Berlins. Der neue Westen mit seinen illustren Bewohnern, seinen großen Flaniermeilen und Alleen wurde schnell ein Zentrum für urbane Kultur. In den goldenen Zwanzigern entstanden hier exklusive Hotels, legendäre Lokale und Restaurants, Kinos, Cabarets und feine Geschäfte. Der Kurfürstendamm trat in Konkurrenz zur alten Prachtstraße Unter den Linden und galt in kürzester Zeit als Synonym schlechthin für die „Goldenen Zwanziger“ in Berlin. Die Menschen vergnügten sich im „Café des Westens“ (ab 1932 „Café Kranzler“), dem „Lunapark“ oder der „Kakadu Bar“. Und überall: attraktives Wohnen in gediegenen hohen Gebäuden mit großzügig geschnittenen Wohnungen hinter glänzenden Jugendstilfassaden.

Nach dem Krieg wurden große Teile der historischen Architektur mit großem Aufwand und viel Geld wiederaufgebaut und restauriert. Wilmersdorf fand schnell zu seinem alten Flair zurück, wurde zu einer der beliebtesten Wohngegenden Berlins. Es verbindet bis heute vornehm zurückhaltend die Mischung aus Luxus und der Hohen Kultur. Kunst und Unterhaltung bieten unter anderem die Schaubühne am Lehniner Platz, das Haus der Berliner Festspiele oder die Bar jeder Vernunft, um nur einige der größeren Veranstaltungshäuser zu nennen.

Blick in die Eisenzahnstraße

Zudem hat der Bezirk seit den 70er Jahren größte Anstrengungen unternommen, vor allem auch die zahlreichen Plätze zu attraktiven Oasen in der dicht bebauten Innenstadt zu gestalten. Sie sind heute beliebte Aufenthaltsorte zum Flanieren und Verweilen in Cafés, belebten Traditionslokalen und gehobener Gastronomie. Im nordöstlichen Teil Wilmersdorfs zeugen davon Fasanen-, Henrietten-, Prager Platz oder auch der grün-gestaltete Ludwigkirchplatz mit seinen Rabatten und dem Springbrunnen vor der wunderschönen Kirche St. Ludwig. Eingebettet zwischen Emser- und Pfalzburger Straße zählt dieses Juwel mit seiner Umgebung zu den begehrtesten Wohngegenden der Stadt. Wer hier eine Wohnung ergattert hat, der zieht auch nicht wieder weg. Und, wer puren Luxus sucht, wird ihn auf und um den „Kudamm“ herum auch finden. Nicht umsonst sind alle bekannten Nobelmarken hier mit ihren Kollektionen vertreten. Attraktive Luxus-Wohnbauten sorgen auch immer wieder für die nötige Klientel im Bezirk. Geradezu exemplarisch dafür steht EISENZAHN 1, entwickelt von Ralf Schmitz Immobilien und entworfen vom ortsansässigen Architekten Sebastian Treese. „Der vielleicht schönste Wohnungsneubau von Berlin“, titelte die Welt nach der Fertigstellung 2016 – und das in dem vielleicht schönsten Bezirk von Berlin.